Thalia und die stornierte Bestellung

In einem meiner älteren Beiträge habe ich Thalia – den Buchhändler –  ja über den Klee gelobt. Vor einiger Zeit* ist mir jedoch bei einer Bestellung etwas Merkwürdiges passiert und davon möchte ich heute mal berichten.

Ich bestelle bei Thalia

Ja, wer kennt es nicht: Produkt auf einer x-beliebigen Seite aussuchen, in den Warenkorb legen, zur Kasse gehen, etc. … So habe auch ich das bei Thalia.de getan. Die Bücher lagen im virtuellen Warenkorb, meinen Geschenkgutschein hatte ich angegeben und als Lieferadresse die Dienstadresse verwendet – denn wo sonst sollte ich tagsüber sein? Anschließend den Restbetrag überwiesen und fertig. Einen Tag später kommt die Zahlungsbestätigung mit dem Hinweis, dass die Ware weiterhin lieferbar ist und schnellstmöglich an mich versandt wird. So weit, so gut.

„Sie haben storniert“ – Ach echt?

Nach einem weiteren Tag kam wieder eine Mail, doch statt mich über den erfolgten Versand zu benachrichtigen, lautet der Betreff „Auftragsstatusänderung“. Dazu zu jedem Buch der Hinweis:

(Buchtitel) für xx,00 Euro [bestellt: 1, geliefert: 0] – Lieferversprechen: Sofort lieferbar – Der Artikel ist leider nicht mehr lieferbar oder wurde auf Kundenwunsch storniert (xx.xx.2012).

Nach ein paar Stunden warten habe ich dann eine kurze Mail verfasst, in welcher ich nachfragte, wieso die gesamte Bestellung storniert wurde. Denn, soviel wusste ich sicher, ich habe nichts dergleichen getan. Und auf der Webseite wurden alle(!) bestellten Bücher weiterhin als Lieferbar angezeigt. Nach ein paar weiteren Stunden kam eine Mail, in welcher mir kurz und knapp mitgeteilt wurde, dass mein Guthaben vom Geschenkgutschein mir gutgeschrieben wird, im Anhang ein passender Code zum Ausdrucken. Sonst nichts. Nur die Worte, dass ich mich bei Fragen gerne an den Kundenservice wenden kann. Aber wieso wurde nichts geliefert? Und wieso wurde mir nur ein Teil meines Geldes erstattet?

Das System ist schuld

Also habe ich mich erneut hingesetzt und eine ausführlichere Mail geschrieben. Darin beschrieb ich genau mein Problem sowie die eingetroffenen Mail und das fehlende Geld. Nach einem weiteren Tag kam dann irgendwann eine Mail mit einer Entschuldigung sowie einer Erklärung. Diese lautete wie folgt:

„Gerne haben wir für Sie recherchiert. Ihr Auftrag wurde vom System storniert. Wir nehmen an, dass die Bestellung aufgrund der langen Lieferanschrift storniert wurde. Das System erlaubt jeweils nur 30 Zeichen für Vorname + Name und Firma + Abteilung.“

Und weiter:

„Der Betrag in Höhe von xx,xx Euro wurde auf das Konto angegebene Konto überwiesen.“

Tja, wieso bin ich da nicht selbst drauf gekommen? 30 Zeichen überschreiten, was bilde ich mir ein… Aber im Ernst: ich habe nichts gegen eine Beschränkung der Zeichenlänge, aber dann doch bitte a) mit einem entsprechenden Hinweis und b) mit einer vernünftigen Länge. Nehmen wir mal das Beispiel „Michael Mustermann, Beispiel-Firma“, welches mit 34 Zeichen, 32 ohne Komma und nur einem Leerzeichen, bereits diese Länge überschreitet.

Na ja, letztendlich habe ich die Bücher nochmal bestellt, das Geld habe ich auch wie angekündigt erhalten und auch die Bücher kamen an, aber den Herren Programmierer und/oder Datenbankentwickler würde ich gerne mal bei einer Bestellung über die Schulter schauen…

Viel Spaß und mehr Erfolg beim Bestellen wünsche ich euch!

derPfaff

* Möglicherweise wurde das Problem in der Zwischenzeit behoben. Nur falls das jetzt jemand nachprüfen will … 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.